Rußrindenkrankheit am Ahorn

Die Rußrindenkrankheit ist eine Pilzerkrankung, die vor allem den Bergahorn befällt, meist nach heißen, trockenen Sommern. Die Sporen unter der Rinde können beim Einatmen die Lunge schädigen. Wir beurteilen befallene Ahorne in Feuchtwangen und Umgebung und fällen sie, wenn nötig, mit Atemschutz und Schutzanzug.

Woran erkennt man die Rußrindenkrankheit?

Ein möglicher Befall kann sich durch verschiedene Veränderungen am Baum bemerkbar machen.

Der Erreger heißt Cryptostroma corticale. Unter der abplatzenden Rinde bildet er schwarze Sporenlager, die wie Ruß aussehen. Werden die Sporen eingeatmet, können sie eine allergische Entzündung der Lungenbläschen auslösen, die sogenannte Ahornrindenkrankheit. Deshalb sollten Sie einen befallenen Ahorn nicht selbst fällen oder zu Brennholz verarbeiten.

Typische Anzeichen können sein:

  • abgestorbene Äste und Kronenteile
  • eine zunehmend lichte oder geschwächte Krone
  • Risse oder Veränderungen an der Rinde
  • sich lösende Rinde
  • dunkle bis schwarze Beläge unter der Rinde
  • auffällige Sporenbildung
  • eine allgemein nachlassende Vitalität des Baumes

Die sichtbaren Symptome können jedoch auch andere Ursachen haben. Deshalb sollte eine eindeutige Diagnose nicht allein anhand eines Fotos oder eines einzelnen Merkmals gestellt werden.

Ähnliche Veränderungen können auch bei anderen Formen von Baumbefall auftreten.

Was tun bei Verdacht auf Rußrindenkrankheit

Wenn Sie auffällige Veränderungen an einem Baum feststellen, sollten Sie zunächst Abstand zum betroffenen Bereich halten und den Baum fachlich beurteilen lassen.

Fachliche Beurteilung

Wir betrachten Baum, Schadbild, Standort und Umfeld und besprechen mit Ihnen die nächsten Schritte.

Baumerhalt prüfen

Wenn möglich, prüfen wir Maßnahmen zum Erhalt des Baumes.

Gefahrenbereiche sichern

Bei Bedarf entfernen wir gefährdete Äste oder empfehlen weitere Sicherungsmaßnahmen.

Kontrollierte Entfernung

Wir arbeiten mit Atemschutz der Schutzstufe FFP3 und Einwegschutzanzug, halten Unbeteiligte auf Abstand und feuchten das Holz bei Bedarf an, damit weniger Sporen aufwirbeln. Befallenes Holz wird nicht als Brennholz verwendet, sondern fachgerecht entsorgt.

Wenn der Baum nicht mehr sicher erhalten werden kann, übernehmen wir die fachgerechte Fällung.

Besondere Vorsicht!

Bei der Arbeit an möglicherweise befallenen Bäumen ist eine besondere Arbeitsweise erforderlich, um die Freisetzung von Pilzsporen zu vermeiden. Auch die Entsorgung des Materials muss fachgerecht erfolgen.

Häufige Fragen zur Rußrindenkrankheit

Ist die Rußrindenkrankheit für Menschen gefährlich?

Für Menschen, die sich in der Nähe aufhalten, ist das Risiko gering. Gefährlich wird es beim Fällen, Sägen, Häckseln und beim Verbrennen im Kamin, weil dabei große Mengen Sporen frei werden.

Nur selten. Ist der Befall deutlich zu sehen, stirbt der Baum meist innerhalb kurzer Zeit ab und wird brüchig. Ob er noch eine Weile stehen bleiben kann, sagen wir Ihnen nach der Besichtigung.

Sie haben einen Ahorn oder einen anderen Baum mit auffälligen Veränderungen an der Rinde oder Krone?

Kontaktieren Sie uns. Wir beurteilen die Situation vor Ort und besprechen mit Ihnen die nächsten Schritte.

Auffälligkeiten ernst nehmen. Fachgerecht beurteilen. Sicher handeln.

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